Der Weg zum Vollanschluss

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Die erfreuliche Meldung vom 15. April 2026 ist das Ergebnis von hartnäckigem Engagement aller Beteiligten. Ein großes Dankeschön vor allem jenen engagierten Mitbürgern aus Großhaslau, die nachhaltig Druck bei den Entscheidungsträgern ausgeübt haben. Ein kurzer Bericht zu den Hintergründen.

Als im Jahr 2008 der Baubeginn für die Umfahrung Großhaslau erfolgte, war für alle Beteiligten klar, dass an der Anschlussstelle/Kreuzung L68-B36 ein Vollanschluss in beide Richtungen kommt. Auch entsprechende Grundablösen zur Vorbereitung des Anschlusses und der baulichen Maßnahmen sind damals erfolgt. Bei verschiedensten Besprechungen haben auch die Ortsvorsteher der betroffenen Gebiete diesen Vollanschluss damals dezidiert eingefordert.

Aus welchen Gründen auch immer kam dieser nie zur Umsetzung. Für alle Betroffenen war es daher klar, dass nun in der neuen Bauphase zur Umfahrung Großglobnitz dies erfolgen soll. In der Detailplanung erst gegen Ende des Jahres 2025 stellte sich heraus, dass der Vollanschluss aber auch im neuen Projekt nicht vorgesehen ist. Somit müssten alle Bewohner aus Großhaslau oder Gerotten beispielsweise erst durch Großglobnitz fahren, um Richtung Gmünd auffahren zu können. Auch für die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Großhaslau stellt dies zu vielen Einsatzorten einen erheblichen Umweg dar.

Zu Beginn des Jahres 2026 drückten daher immer mehr Betroffene Mitbürger zu Recht ihren Unmut über nicht eingehaltene Versprechen aus 2008 und vor allem auch über die unpraktikable Lösung eines Halbanschlusses bei uns in der Stadtgemeinde Zwettl aus. Von verschiedensten Seiten wurde dieses Anliegen bis zur Landesratsebene herangetragen. Wobei es den Eindruck machte, dass unterschiedliche Parteien im Ressort für Verkehr und im Ressort für Finanzen nicht dieselbe Meinung vertraten, um die getroffenen Entscheidungen nochmal zu überdenken.

Bei einem gemeinsamen Termin Mitte März 2026 mit den genannten engagierten Vertretern aus Großhaslau – allen voran Gemeinderat Franz Oysmüller, Gemeinderätin Evelyn Steindl und Feuerwehrkommandant OBI Holzreiter- stimmten sich Bürgermeister Franz Mold und Vizebürgermeister Alex Leutgeb zu möglichen weiteren gemeinsamen Schritten ab. Diese können nur darin bestehen, neuen Druck auf politische Vertreter in St. Pölten auszuüben. Somit wurden in den betroffenen Ortschaften mehr als 500 Unterschriften gesammelt und mit sachlich argumentierten Schreiben nach St. Pölten geschickt. Auch Vizebürgermeister Leutgeb verfasste einen Brief an Landeshauptfrau Mikl-Leitner. Diesen kann man gerne hier nachlesen.

Einen Monat später nun die erfreuliche Nachricht aus St. Pölten, dass Landesrat Udo Landbauer den logischen Schritt zum Vollanschluss mitgeht – hier zu lesen.

DANKE an alle Beteiligten.

Der Vollanschluss bei Großhaslau ist eine gute Nachricht für die ganze Region.

Wichtig ist aber auch, die Dinge ehrlich einzuordnen. Dieser Erfolg ist nicht das Verdienst einer einzelnen Person, sondern das Ergebnis gemeinsamer Arbeit vieler Beteiligter.

Ein großer Dank gilt allen, die sich im Hintergrund mit Nachdruck dafür eingesetzt haben, darunter Gemeinderat Franz Oysmüller, Feuerwehrkommandant Harald Holzreiter viele weitere engagierte Personen aus der Region.

Am Ende zählt, dass die Sicherheit steigt, Umwege vermieden werden und die Region spürbar entlastet wird.